Simone und Gerd Bauer haben sich und ihren Gästen mit „Ruhrcamping“ ein kleines Paradies in Essen geschaffen. Anstelle der Werkstatt, die der damals noch selbstständige Maschinenbauer Gerd Bauer 2006 im Internet suchte, fand er ein Grundstück am Wasser. „Dieses Grundstück hat uns zu Aussteigern in unserer eigenen Stadt gemacht“, erklärt Simone Bauer den Neustart, der das Leben der kaufmännischen Angestellten und des Maschinenbauers grundlegend verändert hat.

Das Glück des Ruhrtalwegs für „Ruhrcamping“

„Erst wussten wir gar nicht, was wir mit dem Grundstück anfangen sollten. Aber der ein oder andere Zufall spielte in unserem Leben schon immer eine große Rolle.“ Und so war es ein Glück, dass der Ruhrtalradweg nach seiner Fertigstellung 2006 einen großen Boom erlebte, denn das neue Grundstück lag direkt daneben und unmittelbar an der Ruhr. So fragten die ersten Radfahrer, ob Sie dort ihre Zelte aufbauen dürften. Die Idee, Übernachtungsgästen Bauwagen für den komfortablen Aufenthalt aufzustellen, war schnell geboren.

Mittlerweile können sich auf dem Gelände „In der Lake 76“ bis zu 40 Gäste wohlfühlen. Neben acht Bauwagen runden zehn Stellplätze für Wohnwagen, Wohnmobil oder Zelt das Angebot ab. Die meisten der Bauwagen verfügen über ein WC mit Waschbecken, eine kleine Küche und Heizung. Sie wurden von Simone Bauer liebevoll eingerichtet und auch die Namen, für die die Lokalpatriotin Essener Stadtteile wie Bredeney, Kray, Steele, Horst, Werden, Überruhr, Eiberg und Rüttenscheid auswählte, zeugen von der tiefen Verbundenheit zu ihrer Heimat.

Die Gäste sind bunt gemischt

Besonders die Industriekultur scheint viele Menschen aus nah und fern anzulocken. „Wir haben Besucher aus aller Herren Länder: USA, Neuseeland, Skandinavien. Aber auch viele aus der näheren Umgebung, denen eine Stunde Fahrtzeit vollkommen ausreicht, um sich hier eine kleine Auszeit zu gönnen“, fasst Simone Bauer die Gästestruktur zus

Die 8 Bauwagen
sind vollständig
eingerichtet und
bieten viel
Komfort.

ammen. Alle schätzen neben Bewegung und Kultur die Ruhe und Entspannung im „Campinggarten“ direkt am Wasser. 2010 haben die Bauers dann auch ihren privaten Lebensmittelpunkt auf das Gelände verlegt. „Wir haben ja nur von April bis Oktober geöffnet, weil wir im Hochwassergebiet liegen. In den anderen Monaten lag das Grundstück verlassen da und es kam zu Vandalismus.“ So durften sie das ehemalige Bootshaus abreißen und an dieser Stelle ihr eigenes Privathaus bauen. „Eine gute Entscheidung“, wie Simone Bauer findet. Auch für sie bedeutet das Leben am Wasser viel Lebensqualität.

Camping liegt im weiterhin im Trend

Wie alle Tourismusanbieter hatten auch die Bauers in diesem Jahr einen schlechten Start. Ob die Corona-Maßnahmen eine einigermaßen vernünftige Saison zulassen werden, steht in den Sternen. „Wir hoffen jetzt natürlich auf Feriengäste, die vielleicht auch mal ein bis zwei Wochen bei uns verbringen werden.“ Eine durchaus berechtigte Hoffnung, zumal Reisen in die Ferne zurzeit noch in der Ferne liegen.

Generell ist Camping hierzulande sehr beliebt, so gab es 2018 fast 35 Millionen Campingübernachtungen in Deutschland, fast zwei Millionen davon in Nordrhein- Westfalen. Tendenz steigend. Laut Statistika kommt ein Großteil der Gäste aus dem eigenen Land (86,1 Prozent). Die Durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 2017 3,3 Tage. Über zehn Millionen Deutsche bekannten sich 2017 zu Camping und Caravaning. Simone Bauer: „Wir freuen uns über aktive Menschen ab 16 Jahren, die Ruhe und Wasser genießen wollen und unsere Wohlfühloase zu schätzen wissen, von der aus sie alle touristischen Hotspots hier im Ruhrgebiet in kurzer Zeit erreichen können.“

Weitere Informationen über das Angebot von Gerd und Simone Bauer finden Sie unter https://ruhrcamping.com/