Crowdfunding hat’s möglich gemacht

Püngel & Prütt ist der erste Unverpacktladen mit angeschlossenem Low-Waste-Café in Mülheim an der Ruhr, welches durch Crowdfunding unterstützt wurde. Anfang des Jahres konnten die drei Gründerinnen Lara Weyers (27), Jana Weyers (24) und Ariane Gerke (25) Eröffnung feiern. Alles begann im Juni 2019: Die drei jungen Frauen starteten ein Crowdfunding auf der Plattform „Startnext“ und sammelten dabei ca. 29.000 Euro, um ihren Traum vom eigenen Laden zu verwirklichen. Das Angebot von Püngel & Prütt umfasst sowohl Bio-Lebensmittel als auch kosmetische Produkte und Zero-Waste-Zubehör.

Von Warenspendern bis hin zu Produkte im Glas

Ariane Gerke und die Geschwister Lara und Jana Weyers eröffneten im Januar den ersten Unverpacktladen in Mülheim an der Ruhr.

Nudeln, Linsen, Bohnen und vieles mehr können sich die Kundinnen und Kunden aus den Warenspendern – so genannten „Bins“ – in individuellen Mengen abfüllen. Um eine möglichst große Produktpalette abzudecken, bieten die drei Inhaberinnen auch Produkte im Glas, wie zum Beispiel passierte Tomaten, Brotaufstriche und eine große Auswahl an Molkeprodukten an. Darüber hinaus gibt es jeden Mittwoch frisches Obst und Gemüse aus dem Windrather Tal in Velbert.

Mehrweg statt Einweg

Das Dreiergespann bietet für seine Kunden auch eine Möglichkeit zum Entspannen an: das Low-Waste-Café.

Das Dreiergespann bietet für seine Kunden auch eine Möglichkeit zum Entspannen an: das Low-Waste-Café.

Vom festen Shampoo bis hin zum mobilen Bidet gibt es auch einen kosmetischen Bereich bei Püngel & Prütt. „Es geht nicht zwangsläufig darum zu verzichten, sondern vielmehr darum, auf langlebigere oder auch auf Mehrwegprodukte umzusteigen, um langfristig Abfall zu reduzieren“, sagt Ariane Gerke. Egal ob für den Haushalt oder für unterwegs: Für Alternativen zu  herkömmlichen Produkten ist gesorgt. Es gibt Bio-Reinigungsmittel zum Abfüllen, Bienenwachstücher als Ersatz für Frischhaltefolie oder aluminiumfreie Teelichter für einen gemütlichen Abend. Fast in jedem Bereich gibt es die Möglichkeit, auf eine umweltfreundliche Alternative umzusteigen.

Neben der Umwelt wird auch das eigene Portmonee verschont

„Mit den qualitativ hochwertigen Produkten, kann man langfristig sogar viel Geld sparen“, so Lara Weyers. Wer darüber hinaus einen fair gehandelten Kaffee und ein Stück Kuchen in zentraler Innenstadtlage genießen möchte, ist im angeschlossenen Low-Waste-Café genau richtig. In dem gemütlichen eingerichteten Café mit upgecyceltem 50er/60er Jahre Mobiliar können die Kundinnen und Kunden darüber hinaus auch verschiedene Frühstücksvariationen, Mittagsgerichte und Kaltgetränke genießen. Die Speisen werden zum Großteil aus den Lebensmitteln des Unverpacktladens hergestellt.

Zentrale Lage spielt in die Karten

Durch die zentrale Lage, gleich um die Ecke des Radschnellweges und des großen Parkplatzes am Rathausmarkt ist die Anfahrt mit allen Verkehrsmitteln einfach und unkompliziert. Wie die Zukunft des Unverpacktladens aussehen wird, ist sich das Dreier-Gespann einig: „Mit unserem Konzept möchten wir in Mülheim einen Ort schaffen, an dem man sich aufhalten, austauschen und eine kleine Pause einlegen kann. Aber gleichzeitig möchten wir auch das große Thema der Plastikvermeidung an möglichst viele Menschen herantragen. Wir alle müssen uns von den Wegwerf-Artikeln entfernen und ein besseres Bewusstsein für den Konsum unserer Alltagsgegenstände bekommen.“

Weitere Infos finden Sie unter https://puengel-pruett.de/