Aufgrund der aktuellen Entwicklungen der Corona-Krise fand die zunächst im März verschobene Frühjahrssitzung der Vollversammlung am 6. Mai 2020 statt – allerdings im Rahmen einer Videokonferenz. IHK-Präsidentin Jutta Kruft-Lohrengel konnte dazu online 35 zugeschaltete Parlamentarier und Parlamentarierinnen begrüßen.

Themen der Vollversammlung

Da die Vollversammlung im Rahmen dieser Videokonferenz keine Beschlüsse fassen konnte, hatte das Präsidium zuvor im schriftlichen Abstimmungsverfahren drei Punkten zugestimmt: Neben Änderungen im Beschaffungsrecht und der Verabschiedung der energie- und klimapolitischen Leitlinien der IHK-Organisation 2019 wurden Vorgehensweise und Zeitplan für die Nachfolge von Dr. Püchel beschlossen. Die Nachfolgeregelung griff sie als einen ganz bedeutenden Punkt auf. Der Startschuss erfolgt mit Veröffentlichung der Stellenanzeige (18. Mai).

Nachfolgeregelung Hauptgeschäftsführer/-in

Die Auswahl des Bewerberkreises übernimmt eine gebildete „Findungskommission“; ihr gehören – neben der Präsidentin – zwei weitere Mitglieder aus dem Präsidium und drei Mitglieder aus der  Vollversammlung an. Auf der Präsidiums-Sitzung (Ende Oktober) wird das Ergebnis der „Findungskommission“ präsentiert – verbunden mit der Vorstellung des ausgewählten Kandidaten bzw. der Kandidatin. Das Präsidium gibt eine Beschlussempfehlung an die Vollversammlung ab. In der Vollversammlung (Mitte November) stellt sich auf Basis dieser Beschlussempfehlung der Kandidat bzw. die Kandidatin vor. Dann entscheiden die Mitglieder des IHK-Parlamentes über die Bestellung des neuen Hauptgeschäftsführers bzw. der neuen Hauptgeschäftsführerin.

Aktuelles aus der IHK-Arbeit

Anschließend stand der Meinungs- und Erfahrungsaustausch über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Unternehmen in der MEO-Region im Mittelpunkt der Konferenz. Dabei wurden die bereits eingeleiteten

Maßnahmen sowie die Notwendigkeit weiterer Schritte für das Wiederanlaufen der Wirtschaft besprochen. Die Präsidentin ging in ihrer Einleitung insbesondere auf die stark gefragte Corona-Hotline der IHK sowie Verhandlungen mit Politik, Verwaltung und Verbänden zur „Exit“-Strategie ein. Die Mitglieder der Vollversammlung nahmen die Gelegenheit des Austausches gern wahr und brachten Erfahrungen aus ihrem unternehmerischen Alltag ein.

Corona hat Dienstleistungswirtschaft fest im Griff

Die Dienstleistungswirtschaft, speziell die Agenturen, hat die Krise hart getroffen. Viele Aufträge im Veranstaltungsbereich brachen weg und können auch auf absehbare Sicht nicht nachgeholt werden. Wünschenswe

rt wären zusätzliche Förderprogramme. Unternehmen im internationalen Geschäft hoffen auf eine schnelle Öffnung des Flugreiseverkehrs für Geschäftsreisende. Die Aufträge sind da, können aber zurzeit nicht ausgeführt werden. Die Banken stellen eine steigende Nachfrage nach KfW-Krediten fest. Sehr gelobt wird die Soforthilfe des Landes NRW als Überbrückung der Liquiditätsengpässe und die Möglichkeit der Kurzarbeit. Problematisch wird bei zahlreichen Unternehmen die Rückzahlung von Darlehen gesehen – dies insbesondere aufgrund auftretender Liquiditätsengpässe.