Warum ging’s? Wie läuft Kreativ trifft ab?

20 Minuten referierte Linda Kaiser zum richtigen Umgang im Business-Alltag.

Der erste Eindruck zählt! Das neue Veranstaltungsformat „Kreativ trifft…“ der IHK fand erneut im KaBü, dem Coworking Café in Rüttenscheid statt.

Linda Kaiser, u.a. Trainerin der Knigge-Akademie Essen, gab erst einmal einen historischen Einblick in die Geschichte des Knigge. Das tat sie nicht nur anschaulich sondern auch anmutig. Denn: Die stellv. Vorsitzende des Vorstands der Deutschen-Knigge-Gesellschaft „lebt“ was sie sagt. „Ein Gesprächspartner entscheidet unbewusst, ob er Sympathie für sein Gegenüber hegt. Planen Sie Ihr Erscheinungsbild strategisch, effizient und nachhaltig“, ist ihr Rat an die Gruppe. Die ließ es sich nicht nehmen, von ihr den richtigen Umgang mit dem Kaffeelöffel zu lernen. Aber auch, wie man beim Small-Talk den richtigen Ton trifft. Lieber eine offene Frage zur Garderobe stellen, als sich anschweigen. Wenn früher noch die Dame zuerst begrüßt wurde, hat sich in Zeiten der Gleichberechtigung die Hierarchie durchgesetzt. Der oder die höher gestellte Person entscheidet über Art des Grußes, Ausgabe der Visitenkarte und gar das Anbieten des „Dus“.

Mit dem Wissen um Etikette, Stil und gute Umfangsformen gewinnt man an Souveränität

Die Regeln der Business-Etikette sollte man kennen, auch wenn man sie nicht immer nutzt. Mit dem Wissen um Etikette, Stil und gute Umfangsformen gewinnt man deutlich an Souveränität. Linda Kaiser stellt fest: „Gute Umgangsformen sind die Basis für einen erfolgreichen Auftritt. Wir sollten sie uns so zu eigen machen, dass wir sie wie einen wärmenden Pullover nach Bedarf an- oder ausziehen können.“

Wie geht Knigge im Smartphone-Alter?

Sie gab auch Tipps zum richten Umgang mit dem Smartphone. Egal ob im Meeting, beim Essen oder Kundengespräch, das Gerät gehört ausgeschaltet. „Sollte es sich nicht vermeiden lassen, bitte informieren Sie Ihre Gesprächspartner darüber, dass Sie es angestellt haben und warum. Den Ton ausschalten und das Display nach unten legen. Kommt der Anruf, sich mit dem Gerät entfernen und erst außer Hörweite den Anruf entgegennehmen.“ Und Linda Kaiser hat noch einen wichtigen Tipp: „Nehmen Sie den Hörer zwischen dem 2. und 3. Klingeln ab. Melden Sie sich mit Firma, Vor- und Zuname und der Begrüßung, dann hat der Anrufer noch genügend Zeit, sich Ihren Namen zu notieren.“ Das man als Anrufer nach dem 3. Klingeln das Telefonat beendet, wenn niemand abhebt, war nicht allen geläufig. Wer kennt es nicht, das penetrante Schellen, während man über dem Flur zum Telefon rennt?

Geht Knigge auch im Ruhrpott?

Die Teilnehmer stellten Linda Kaiser viele Fragen zum richtigen Verhalten in kniffeligen Situationen.

Von den Teilnehmenden gab es noch viele individuelle Fragen an Linda Kaiser, die diese souverän beantwortete. Auch wenn eine Teilnehmerin sie dann doch bat: „Sie können das so toll auf hochdeutsch beantworten, aber wie sag ich es im Ruhrpott? So kann ich doch hier nicht sprechen.“ Unter Gelächter gab es dann noch einen vereinfachten Tipp zur Abwehr eines nicht gewünschten „Du“. Freundlich vertrösten und um mehr Zeit bitten, bis man sich besser kennengelernt hat.

Zufrieden mit den Ergebnissen des Workshops tauscht sich die Teilnehmer im Anschluss noch beim Netzwerktreffen der Kreativwirtschaft freundlich, respektvoll und souverän miteinander aus.

Kreativ trifft… im Mai

Das nächste Treffen „Kreativ trifft …“ findet am 17. Mai statt. Auf Wunsch von Teilnehmern gibt es einen Überblick zur Datenschutzgrundverordnung von Sebastian Brinkmann und Alexander Hufendiek. Anmeldungen sind unter www.essen.ihk24.de/kreative möglich.