Übersicht über die Krise

Die S-International Rhein-Ruhr GmbH mit Sitz in Essen hat einen sehr guten Blick über die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Geschäft rund um den Globus. Bereits seit gut 15 Jahren begleiten die inzwischen 53 Mitarbeitenden die internationalen Geschäfte sowie das Zins-, Währungs- und Rohstoffmanagement der vornehmlich mittelständischen Firmenkunden von 21 Sparkassen aus der Rhein-Ruhr-Region. Kerngeschäft ist das globale Business, wozu Dienstleistungen – wie bspw. die Unterstützung und Beratung zu Auslandszahlungen, Dokumenten & Garantien – sowie Außenhandelsfinanzierungen und Länderinformationen zählen.

Netzwerk in der Pandemie wichtiger denn je

Ein breites Netzwerk mit hoher Mittelstandsorientierung ermöglicht der Sparkassen-Finanzgruppe eine weltweite Präsenz. „Zu unserem Netzwerk in 150 Ländern gehören besonders internationale Kooperationsbanken. Unsere Partner sind meist landesweit und flächendeckend vertreten und auch außerhalb der großen Finanzzentren präsent“, erläutert Geschäftsführerin Ana Madrid-Beck. Dieses Netzwerk sei in der Pandemie wichtiger denn je. Es bildet die Basis, um tagesaktuell den weltweiten Puls der Virus-Entwicklungen messen und Probleme frühzeitig aufzeigen
zu können.

Folgen der Krise kündigten sich früh an

Die gravierenden wirtschaftlichen Folgen für den Welthandel deuteten sich für Ana Madrid-Beck und ihr Team bereits frühzeitig an: „Die Auswirkungen der Corona-Pandemie waren schon im ersten Quartal deutlich spürbar. Das Dokumentengeschäft mit China war stark rückläufig, andere Länder mit Shutdown folgten“. Daher war zu Beginn der Krise dringlichstes Thema, die Kunden vor Zahlungsausfällen zu bewahren. Hier galt es, Sicherheit in die Forderungen und in die Abwicklung der Geschäfte zu bringen. So bietet der Bund durch Euler Hermes derzeit Absicherungen von Ländern, die deutlich über die normalen Deckungen hinausgehen.

Verschiebungen der Kernmärkte sind möglich

Langfristig gesehen sei zudem nicht auszuschließen, dass es zu bedeutenden Verschiebungen der momentanen Kernmärkte der Kunden kommt – vor Corona waren die Schwerpunktländer China, USA, Russland sowie die asiatischen und afrikanischen Märkte.

Die Geschäftspraxis der S-International hat sich in den letzten Monaten insoweit verändert, dass vor allem der Beratungs- und Absicherungsbedarf stark zugenommen hat. So geht das Team aktiv auf die Kunden zu – derzeit meist noch aus dem Homeoffice – und bespricht anstehende Geschäfte, individuelle Anliegen und Lösungswege.

In Zukunft wird auf Technik gesetzt

Für die Zukunft richtet sich der Fokus der S-International Rhein-Ruhr vor allem auf technische Aspekte: Die Digitalisierung der Abläufe und die Blockchain-Technologie könnten nun schneller realisiert werden, auch wenn es noch keine konkreten Zeitpläne gibt. Systeme für Telefon- und Videokonferenzen werden sicher auch nach der Krise weiter zum Einsatz kommen. „Unser primärer Ansatz wird jedoch das persönliche und individuelle Gespräch mit unseren Kunden bleiben“, so Ana Madrid-Beck.