Frisch und modern präsentiert sich die neue Website der Azubimacher. Unter www.azubimacher.com erhalten Sie Informationen zum Ablauf des Matching- Prozesses und können sich rund um die Ausbildungsstellenvermittlung informieren. Ausbildungsplatzbewerber können auch gerne das Kontaktformular auf unserer Homepage verwenden. Selbstverständlich stehen Ihnen unsere Kolleginnen auch telefonisch unter 0201/1892-120 oder per E-Mail unter AzubiMacher@essen.ihk.de für Fragen zur Verfügung.

Das Programm Passgenaue Besetzung – Die IHK hilft weiter!

Sie sind interessiert an einem Ausbildungsplatz und suchen Unterstützung bei der Vermittlung? Oder Ihr Unternehmen ist auf der Suche nach geeigneten Nachwuchskräften? Unsere Kolleginnen aus dem Programm „Passgenaue Besetzung“ helfen Ihnen gerne dabei. Das Motto lautet „Zusammenbringen was zusammenpasst!“.

Der Service richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, besonderes Augenmerk liegt hier bei der Qualität des Matching-Prozesses. Häufig hören wir den Satz „Wir würden gerne ausbilden, aber wir finden einfach keine passenden Bewerber“, sagt Sabine Keller aus dem Azubi-Macher-Team. Außerdem fehle insbesondere den kleinen Unternehmen oft die Zeit und weitere Ressourcen, um Auszubildende zu rekrutieren. Genau diese Betriebe unterstützt die IHK mit dem kostenlosen Service. Im Vordergrund stehen die Bedürfnisse der Betriebe. Zu Beginn wird mit den Betrieben ein Anforderungsprofil an künftige Auszubildende erstellt. Dann kann die Suche nach geeigneten Kandidaten beginnen. Die AzubiMacher halten dafür Kontakt zu Schulen und anderen Organisationen, sind auf Messen und Veranstaltungen präsent und führen Gespräche mit potenziellen Bewerbern. So kann nicht nur zur klassischen Bewerbungszeit, sondern das ganze Jahr über ein Matching-Verfahren stattfinden.

Die Azubi-Macher werden im Rahmen des Programms Passgenaue Besetzung – Unterstützung von KMU bei der passgenauen Besetzung von Ausbildungsplätzen sowie bei der Integration
von ausländischen Fachkräften durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Zur Erfüllung der Förderbedingungen muss eine KMU-Erklärung vorgelegt werden.

 

Ausbildung statt Studium

Nicole Lemanczyk an ihrem Arbeitsplatz bei Univar Solutions.

Für Nicole Lemanczyk war nach dem Abitur eigentlich klar, was kommt „Alle meine Freunde wollten studieren gehen, also habe ich das auch gemacht!“. Von 2015 – 2017 war sie eingeschrieben für den Studiengang IT und IT-Sicherheit. Sehr schnell hat sie gemerkt, dass das nicht das Richtige für sie war… alles sehr theoretisch, wenig Praxisbezug und sehr viele Klausuren.

Hinzu kam mehr und mehr der Wunsch früh ins Berufsleben zu starten und das „echte“ Leben draußen kennenzulernen. Sie stellte fest, dass eine Ausbildung ihr sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt bereiten würde und fand über die IHK-Homepage den Vermittlungsservice der AzubiMacher. Als Studienaussteigerin gehört sie zu einer interessanten Zielgruppe für die Unternehmen sagt Eva Wilmsmann (IHK zu Essen). Sie haben ihre Findungsphase abgeschlossen und entscheiden sich ganz bewusst für eine Ausbildung. Außerdem bringen sie eine gewisse Reife mit und haben im Studium nachgewiesen, dass sie nicht auf den Kopf gefallen sind.

Deswegen war es im Fall von Nicole Lemanczyk leicht, sie als geeignete Kandidatin den Unternehmen vorzuschlagen. Die Firma Univar Solutions war auf der Suche nach einer Kauffrau im Groß- und Außenhandel und stellte sie 2018 ein. Aufgrund der Vorbildung durch das Studium konnte der Ausbildungsvertrag auf 2 Jahre verkürzt werden, die Übernahmechancen für Frau Lemanczyk stehen gut. Ob Frau Lemanczyk sich noch einmal ins Studentenleben stürzt, weiß sie noch nicht, „wenn überhaupt, nur berufsbegleitend“, sagt sie. Erstmal möchte sie die Ausbildung abschließen und in das „normale“ Berufsleben starten.

Azubi-Speed-Dating: In nur 10 Minuten zum geeigneten Azubi!

Marc Lindemann und Ines Arntz von der Firma CARL von CHIARI GmbH waren auf der Suche nach einem Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung.

Ein effektives Instrument in Sachen  Azubi-Marketing ist das Azubi-Speed-Dating, das jährlich stattfindet. 10 Minuten haben beide Parteien Zeit, um sich interessant zu machen. Während die Sanduhr läuft, tauschen sie sich aus und nutzten die Gelegenheit, sich kennenzulernen. 100 Unternehmen finden in der Philharmonie Essen Platz, „die Nachfrage ist so groß, dass sogar vielen Unternehmen abgesagt werden muss“, so Franz Roggemann von der IHK. Dieses Jahr wurden insgesamt 520 Ausbildungsplätze angeboten, einige davon können auch mit einem Dualen Studium verknüpft werden.

 

 

 

 

 

3 Fragen an die AzubiMacherinnen

  1. Frage: Was gefällt Ihnen besonders gut an Ihrem Job?
    AzubiMacherinnen: „Unsere Tätigkeit ist sehr abwechslungsreich. Ob Betriebsbesuche, Beratungsgespräche mit Jugendlichen, Messeteilnahmen oder Schulbesuche – unser Job ist sehr kommunikativ.“
  2. Frage: An welchen Fall erinnern Sie sich besonders gern?
    AzubiMacherinnen: „Ungewöhnlich war die Vermittlung eines Zwillingspaars, das sein Studium zugunsten einer Ausbildung beenden wollte, – beide Bewerber konnten mit der Unterstützung der Azubimacher eine kaufmännische Ausbildung beginnen. Auch freuen uns immer besonders, wenn wir Azubis unterstützen können, die aufgrund von Insolvenz ihren Ausbildungsplatz verlieren.“
  3. Frage: Wo sehen Sie Handlungsbedarf?
    AzubiMacherinnen: „Die Erfahrung zeigt, dass Bewerber/-innen bei Ihrer Ausbildungsplatzsuche auch Alternativberufe in Betracht ziehen sollten. Es ist schön, einen Wunschberuf zu haben, aber ein Plan B ist in manchen Fällen auch sehr hilfreich und erhöht deutlich den Erfolg bei der Ausbildungsplatzsuche.“