„Ohne das Gründerstipendium wären wir nicht hier“, stellt Dennis Maschmeyer, einer der Geschäftsführer von Packlogx, fest. Der Unternehmer hat zu Beginn des Jahres mit drei Freunden ein Start-up in Essen-Rüttenscheid gegründet. „Ich habe nach dem Studium im Logistikbereich gearbeitet. Die Idee, den Handel mit Paletten zu optimieren, spukte mir aber die ganze Zeit im Kopf herum“, so Maschmeyer. „Ich wollte die angestaubte Branche digitalisieren.“

Der Unternehmensname setzt sich aus „Packaging“ und „Logistics“ zusammen. „Das ‚x‘ am Ende ist unser Markenzeichen“, erklärt Maschmeyer. „Das wollen wir als Wiedererkennungsmerkmal auch für zukünftige Produkte nutzen.“ Packlogx ist eine Online-Plattform über die sogenannte „Ladehilfsmittel“ – sprich Paletten – vertrieben werden. Hier können die Kunden direkt vom Hersteller Ladehilfsmittel aller Art, wie EPAL Europaletten, Einwegpaletten, Gitterboxen oder Holzkisten beziehen.

Gründerstipendium hat PacklogX den Start ermöglicht

Mit dem ausgefüllten Ideenpapier des Gründerstipendiums wurde das Projekt konkret: „Das Stipendium ist eine wunderbare Hilfe und hat uns sehr motiviert. Ab da haben wir uns voll auf das Projekt fokussiert“, erinnert sich Maschmeyer. Der zweite Geschäftsführer Max Raschke hat einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund und war bis dahin als selbstständiger Unternehmensberater tätig. „Das Projekt hat mich nicht losgelassen. Dennis konnte mich schnell für die Idee begeistern, aber uns fehlte jemand für die praktische Umsetzung. Als wir dann Hakeem kennengelernt haben, stand Packlogx nichts mehr im Wege“, fasst Raschke zusammen.

Hakeem Moruf ist der dritte im Bunde und steht kurz vor seinem Masterabschluss in einem IT-Studiengang. Er ist für die technische Umsetzung der Plattform zuständig und ein echter Bastler und Tüftler: „Uns fällt etwas ein, was die Plattform verbessern würde und dann programmiere ich so lange bis ich die perfekte Lösung gefunden habe“, sagt er begeistert. Das Unternehmen erzielte schnell Erfolge, so dass die drei Gründer ihre Nebentätigkeiten aufgeben und sich voll auf Packlogx konzentrieren konnten.

Der individuelle Bedarf wird gedeckt

Die Kunden stellen ihren individuellen Bedarf auf der Plattform ein und erhalten dann Angebote der Hersteller. „Bei uns sparen die Käufer die Zwischenhändler und bestellen direkt beim Produzenten“, so Hakeem Moruf. Häufig haben die Produktionsfirmen ihre Unternehmenssitze im Ausland. „Kunden sind oft nur an einen Händler in Deutschland gewöhnt und kennen die Preise der anderen nicht. Die Plattform bietet den Unternehmen eine große Auswahl europaweit“, erklärt Moruf die Vorteile von www.packlogx.com Ein klarer Vorteil sei somit die gegebene Markttransparenz. Max Raschke ergänzt: „Rechtlich gesehen sind wir Händler und Vertragspartner für beide Seiten. Gerne erstellen wir auch gemeinsam mit dem Kunden die Anfrage. Unser Kundenservice ist deutschsprachig und sowohl digital per Chatfunktion oder auch analog per Telefon zu erreichen.“

PacklogX hat ein Herstellerangebot aus 12 Ländern

Ein weiterer Vorteil des Unternehmens: Durch ein breites Herstellerangebot aus zwölf verschiedenen Ländern, können die Versandkosten optimiert werden. Außerdem sind der Preis sowie Liefertermin und die Zahlungskonditionen verhandelbar. Darüber hinaus bietet die Plattform einen Konfigurator für Einweg-Paletten an. Die Kunden können mithilfe eines Online-Tools ihre Wunsch-Palette nach den eigenen Maßen zusammenstellen. „Dabei ist es egal, ob es sich um eine Einzelbestellung oder Ausschreibung handelt, PackLogX bietet die optimale Lösung für jeden Einkauf“, erklärt Dennis Maschmeyer. Die Plattform kann ausschließlich von Unternehmen genutzt und nur mit der Angabe der Ust-ID verwendet werden. Die Anfragen werden anonymisiert und nur mit der jeweiligen Postleitzahl der Unternehmer angezeigt. Die Registrierung sowie der komplette Prozess sind kostenlos.

Digitalisierung bringt Wettbewerbsvorteil

Die drei Geschäftsführer wissen, dass die Konkurrenz groß ist, sehen ihren Wettbewerbsvorteil aber in der Digitalisierung. „Wir möchten noch mehr Hersteller für uns gewinnen, am besten alle“, lacht Raschke. Zum jetzigen Zeitpunkt arbeitet das Team mit 100 Produzenten zusammen. „Wir müssen aber auch darauf achten, die Waage zwischen Herstelleranzahl und Kunden zu halten, um ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage zu schaffen.“ Und die weiteren Ziele für die Zukunft? „Wir wollen mehr Marketing betreiben, bis jetzt sind wir nur auf LinkedIn und Xing aktiv. Überwiegend gewinnen wir momentan Kunden über Kalt-Akquise“, so Maschmeyer. „Und das große Ziel ist klar: Wir wollen Auftragsstelle Nummer eins für Palletten aller Art sein!“

www.packlogx.com

Yvonne Schumann

 

Das Gründerstipendium NRW des MWIDE setzt da an, wo laut zahlreicher Studien der Schuh drückt: bei der Einkommensunsicherheit in der Anfangsphase. Bestehende oder angehende Start-ups und Gründer werden in NRW mit 1.000 Euro monatlich für ein Jahr unterstützt. Darüber hinaus erhalten die Stipendiaten die Gelegenheit, sich in Gründernetzwerken auszutauschen und sich durch individuelles Coaching begleiten zu lassen.

Zielgruppe des Stipendiums sind angehende Gründerinnen und Gründer und Teams bis zu drei Personen, die zum Antragszeitpunkt noch kein Jahr gegründet haben. Voraussetzung für eine Bewerbung ist die Einreichung eines aussagekräftigen Ideenpapiers bei dem ausgewählten Gründernetzwerk vor Ort, über die auch die Vergabe erfolgt.

Das STARTERCENTER Essen bei der IHK zu Essen ist Leadpartner im Gründernetzwerk der MEO-Region.