Die GFN AG ist ein Weiterbildungsträger mit Sitz in Heidelberg und 30 Standorten, u. a. in Essen. Das Unternehmen bietet IT-Trainings für Unternehmenskunden, sowie geförderte Weiterbildungen und Umschulungen an. In der Corona-Krise musste die GFN AG sich erst einmal auf die neue Situation einstellen: „Als die Meldung kam, dass wir schließen müssen, wussten wir, dass wir unser Angebot umstellen mussten“, erzählt Standortleiterin Sabine Woestpeter.

Möglichkeiten der Online-Weiterbildungen waren schon vorhanden

Das Trainingscenter hatte zwar immer schon die Möglichkeit, Teilnehmer von zu Hause aus zu unterrichten. Trotzdem hat die neue Situation Herausforderungen mit sich gebracht: „Zum Glück war unsere Technik schon auf Online-Weiterbildungen ausgelegt, so konnten wir direkt starten und mussten in diesem Punkt unser Angebot nicht erweitern. Problematisch war aber, dass viele Teilnehmende nicht die digitalen Möglichkeiten hatten, ihre Weiterbildung von zu Hause aus fortzuführen.“

Hier hat das Unternehmen schnell reagiert: die GFN AG stockte ihr EDV-Equipment auf und verlieh es an die Kursteilnehmer. So konnten alle Weiterbildungen in einem virtuellen Klassenraum stattfinden. „Die Resonanz unserer Kunden war durchweg positiv. Alle waren und sind dankbar, dass sie die Weiterbildung trotz der aktuellen Lage fortführen können. Die meisten Teilnehmenden brauchen ihren Abschluss für ein konkretes Ziel: in aller Regel soll das bei der geförderten Weiterbildung ein neuer Job sein – es geht jedenfalls um Existenzen“, so
Woestpeter.

Unternehmen setzen allerdings doch auf Präsenzveranstaltungen

Allerdings erzählt die ehemalige Personalchefin auch, dass Kurse, die nicht zu den geförderten Weiterbildungen gehören – also Unternehmensschulungen – ganz weggefallen sind: „Betriebe wünschen sich, dass ihre Mitarbeiter raus aus dem Unternehmen kommen. Sie sollen an einer Schulung teilnehmen, um über den Tellerrand hinaus Erfahrungen zu machen und diese dann einzubringen.“ Hier hat der Gesetzgeber jetzt die Möglichkeit für Unternehmen geschaffen, während der Kurzarbeit die Weiterbildungen der Mitarbeiter durch die Agentur für Arbeit fördern zu lassen. Das gesamte Team der GFN AG hofft, dass durch die weiteren Lockerungen eine Möglichkeit besteht, das Geschäft in diesem Bereich wieder in einer neuen Normalität aufzunehmen.

Aber es gibt auch durchaus Erfahrungen, die Sabine Woestpeter und ihr Team gerne auch nach der Krise in den Alltag mitnehmen: „Corona hat der Welt gezeigt, wie weit wir doch noch im Thema Digitalisierung zurückliegen. Daher sollten wir die Chance in die richtige Richtung nutzen und das Angebot entsprechend ausbauen.“

https://www.gfn.de

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